74 - Anforderung Gefahrgutzug
- Details
- Kategorie: Einsatzberichte 2007
- Veröffentlicht am Freitag, 21. September 2007 14:04
- Zugriffe: 352
| Einsatznummer | 74 |
| Datum | 01.09.2007 |
| Uhrzeit | 13:31 Uhr |
| Alarmstichwort | Einsatz für den Gefahrgutzug |
| Ausgerückte Fahrzeuge | ELW, LG 16-TS, GW-G, GW-Dekon, FLMF |
Auf der A 5 zwischen Reiskirchen und Reinhardshain hatte sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein LKW auf einen Reisebus aufgefahren war, auf den LKW fuhr dann noch ein mit Gefahrgut beladener zweiter Lastwagen auf.
Hierdurch wurden mehrere Businsassen sowie die Fahrer und Beifahrer der LKWs teilweise schwer verletzt, weiterhin schlug einer der Behälter Leck.
Ein Großaufgebot des Rettungsdienstes versorgte die Verletzten und verteilte sie in umliegende Kliniken, während Kräfte der Feuerwehr die Ladung der LKW sichteten. Zur Unterstützung war zunächst nur der GW-Mess angefordert worden (Siehe Einsatz Nummer 73), doch bald stellte sich heraus dass tatsächlich Gefahrgut austrat und die Anzahl der Einsatzkräfte nicht ausreichte, außerdem wurde weiteres Material benötigt.
Daraufhin wurden weitere Feuerwehren sowie der Gefahrgutzug Linden alarmiert. Unsere Aufgabe bestand hauptsächlich darin, einen Dekontaminations-Platz aufzubauen, an dem die Einsatzkräfte, welche die Gefahrgutbehälter ab- und umluden, ihre Schutzkleidung ablegten und auf etwaige Kontamination untersucht wurden.
Bei Gefahrguteinsätzen muss hierbei sehr sorgfältig vorgegangen werden, um auszuschließen, dass das Gefahrgut auf Kleidung, Haut oder Einsatzmaterialien verschleppt wird und schädigend wirken kann.
Der Einsatz zog sich über mehr als 10 Stunden hin, in denen ca. 20 Feuerwehrangehörige über den Dekon-Platz die Einsatzstelle sauber verlassen konnten.
Bei Einbruch der Dämmerung kam noch unser Flutlichtmastfahrzeug zum Einsatz, um die Unfallstelle für die Bergung der Lastwagen weiträumig auszuleuchten. Die Verpflegungskomponente des Deutschen Roten Kreuzes Gießen versorgte die Einsatzkräfte, die teilweise bis zu drei Stunden unter Schutzkleidung tätig gewesen waren, mit Getränken und Gulaschsuppe.
Die Vollsperrung der A 5 in Fahrtrichtung Süden bis in die späten Abendstunden verursachte ein erhebliches Verkehrschaos.
Weitere Informationen mit Bildern bei der Feuerwehr Reiskirchen sowie ein Bericht mit Bildern und einem Video bei HR-Online.




